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Gymnasium Bamberg

„Who’s afraid of Tradwives“

Ein perfekter Haushalt, brave Kinder, eine stets gut gestylte Ehefrau: So inszenieren Tradwives ihr Leben in sozialen Medien. Gemeint sind Frauen, die einem ultrakonservativen Lebensstil folgen. Seit den 2020er Jahren ist der US-Trend auch in Europa angekommen. Das E.T.A. Hoffmann-Theater hat in seinem Stück „Who’s Afraid of Tradwives?“ dieses Thema in eindrucksvoller Weise am E.T.A. den Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen nahegebracht. Auf rasante Weise zog dabei Leyla Bischoff als eben solche „Tradwife“ Lynn die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Bann. Was wird von mir erwartet, wie kann ich mich selbst verwirklichen, welche Traditionen lenken mich, wie stehe ich zur Eigenständigkeit der Frau – all diese Fragen wirft Lynn bei der Suche nach ihrer weiblichen Identität auf. In einem dem Stück nachfolgendem Gespräch kam es schnell zur Diskussion: Wer kocht zuhause? Wer übernimmt die Care-Arbeit? Können sich die Jungs vorstellen, die Care-Arbeit zu übernehmen? Gibt es einen Mann zu diesen Tradwives oder ist es eine reine, mediale Inszenierung? Als wichtigste Erkenntnis bleibt: Die Tradwives verdienen in den sozialen Medien sehr viel Geld und sind bei weitem nicht die abhängigen Ehefrauen, die sie propagieren zu sein. Ein herzlicher Dank geht an Johannes Müller, der das Stück entdeckt und die Aufführungen für die Katholischen Religionsklassen zum Lehrplanthema Liebe-Freundschaft-Partnerschaft organisiert hat!
Bericht: Herold

Tradwives 26 2
Bild: E.T.A. Hoffmann-Theater