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Gymnasium Bamberg

5a und 5b an versteckten Orten

Am 5. Mai 2026 besuchten wir, die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5a und 5b des E.T.A, während unserer kath. Religionsstunden den Bamberger Dom zusammen mit unserer Lehrerin Frau Zellmann. Herr Dr. Kasper führte uns zunächst zum Kaisergrab von Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde. Er erklärte unserer Gruppe, wie der Bau des Doms und die Geschichte von Heinrich II und Kunigunde zusammengehören. Einige Geschichten aus ihrem Leben, die Herr Kasper erzählte, sind im Grab eingemeißelt. Im Anschluss besichtigen wir die Statue des Bamberger Reiters. Herr Kasper verriet uns, dass die Herkunft und der Name des Reiters bis heute ein Rätsel bleiben. Aber man vermutet, dass die Blätter, welche unten an der Statue sind, für die Natur stehen sollen und das Pferd für die Tierwelt. Der Reiter symbolisiert die Menschen und die Häuser und Türme stehen für den Himmel. Eine Hölle oder ein Symbol dafür ist nicht vorhanden.
Danach führte uns Herr Kasper in die Nagelkapelle, um die dort aufbewahrte Reliquie des hl. Nagels zu erklären. In diesem Raum der Stille und des Gebets las uns unser Führer eine passende Stelle aus der Bibel vor und fragte uns, was wir über unser Thema „Kirche bauen – Kirche sein“ denken. Zum Abschluss in der Kapelle bauten wir mit Kartonteilen den alten Dom nach.
Von dort aus ging unsere Gruppe weiter eine steile Treppe hinunter in die kühle Krypta. Zwei von uns durften aus dem großen Brunnen dort Wasser herausholen, indem sie einen Eimer an einer Kette herabließen und anschließend wieder heraufzogen. Wir alle durften in den Eimer hineinfassen und spüren, wie kalt das Wasser war, denn der Brunnen ist 8 Meter tief. Dieses Wasser wird (angewärmt) zur Taufe verwendet. An den Wänden und im Boden befinden sich Grabstätten, wo u.a. die Herzen verstorbener früherer Bischöfe beigesetzt wurden.
An die Krypta schließt sich der älteste Raum des Doms an, der erst vor einigen Jahren entdeckt wurde. Dort werden drei heilige Öle aufbewahrt, die für die Taufe/Firmung, für die Krankensalbung und für die Priesterweihe verwendet werden. Alle Pfarreien in der Diözese müssen hier im Dom ihre Öle holen. Wir erfuhren dort auch, dass der Dom zweimal abgebrannt ist. So kann man auch die unterschiedlichen Baustile der Romanik und Gotik am Dom innen und außen gut erkennen.
Der kurze Ausflug bot uns einen lehrreichen Einblick in die Geschichte des Bamberger Wahrzeichens, unseren Dom!
Emilia Gülta, Leona Selig, 5a