Mit der berühmten Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ in der musikalischen Adaption von Sergej Prokovjew begann das symphonisch besetzte Oberstufenorchester das diesjährige Frühlingskonzert mit Auszügen aus der zweiten Ballett-Suite. Unter der Leitung von Ruth Ellner begeisterten die Musikerinnen und Musiker mit zartschmelzenden Melodien, dynamischen Tänzen sowie mitreißend kraftvollen Rhythmen.
Ebenso kraftvoll und klanglich schön ausgewogen übernahm das Blechbläser-Ensemble (Leitung: Frank Werner) mit einer rhythmisch exakt vorgetragenen Spiritual-Jazz-Suite und inspirierte beim „Sweet Caroline“ sogar das Publikum zum Mitsingen.
Dem Motto des Konzertes entsprechend brachten Jana Appelfeller (10c) an der Violine und ihre Klavierpartnerin Katharina Görz (11c) den ersten Satz der „Frühlingssonate“ von L.v.Beethoven (Einstudierung: Nathalia Solotych) in einer fein austarierten Version zu Gehör.
Ebenfalls mit sehr viel Gefühl und interpretatorischer Finesse gestalteten Valentina Bien (Q12) mit der Flöte und Andrea Paletta am Klavier das gut aufeinander abgestimmte „Soi dans les motagnes“ von Eugéne Bozza (Einstudierung: Karen Hamann).
Zum Flötenspiel von Johanna Linz (Q13) gesellte sich nun ein Streichtrio (Veronika Kuen, Q13, Antonia Delles, Q13 und Laurenz Strätz, Q12) hinzu, um zwei Sätze aus Mozarts Flötenquartett in D vorzutragen. Hierbei konnten sie ihre jahrelange kammermusikalische Erfahrung voll zur Geltung bringen und beglückten das Publikum mit einer spieltechnisch hervorragenden Interpretation. Einstudiert wurde das Quartett von Ruth Ellner und Karen Hamann.
Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass unsere Partnerschule aus Bergamo sich an unserem Frühlingskonzert beteiligt. Und so lieferten sie auch heuer wieder einen bunten Strauß an kammermusikalischen Perlen ihres breitgefächerten musikalischen Repertoires. Dies wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.
Nach der Pause positionierte sich das Blasorchester, um dem Publikum drei große Hits des Musikers Gordon Sumner, besser bekannt als Sting, zu offerieren. Frank Werner führte sein stark besetztes Ensemble mit gewohnter Sicherheit durch bekannte Melodien wie „Every breath you take“ oder „Desert Rose“ und so konnte sein Orchester auch rhythmisch anspruchsvolle Stellen durch ein gutes Zusammenspiel souverän gestalten.
Dass man auch mit nur 4 Saxophonen hervorragend musizieren kann, bewiesen anschließend Johanna Mittring, Q12, Gregor Haas, Q12, Linus Hilfenhaus, Q13 gemeinsam mit ihrem Coach Roland Berthold bei ihrer äußerst lustvollen Darbietung eines der bekanntesten Jazz-Standards: „Fly me to the moon“.
Das oben bereits erwähnte Streichtrio zeigte mit einem Allegro von Franz Schubert, dass es auch ohne Flöte kann. Hierbei hat Ruth Ellner die MusikerInnen ebenfalls hervorragend vorbereitet, so dass die drei eine musikalisch phantastische Darbietung präsentieren konnten.
Johanna Linz (Q13) hingegen bewies, dass man auch mit einer Flöte alleine absolut faszinierend und abwechslungsreich musizieren kann, vor allem dann, wenn die Solistin ihr Instrument derart gut beherrscht und sogar zweistimmig spielen kann wie beim auswendig vorgetragenen „The great train race“ von Ian Clarke (Einstudierung: Karen Hamann). Sie fesselte das Publikum durch ein Feuerwerk aus unterschiedlichsten Vortragsmöglichkeiten auf ihrem Instrument.
Die Primaria des Streichtrios, Veronika Kuen, trat nun als Solistin auf und entführte das Publikum in die Klangwelt Norwegens mit einem sehr fein musizierten und absolut überzeugend dargebotenen Sonatensatz von Edvard Grieg. Andrea Paletta lieferte die adäquat einfühlsame Begleitung am Klavier.
Den vokalen Schlusspunkt des abwechslungsreichen Konzertes übernahm nun der Oberstufenchor unter der Leitung von Rainer Seubold. In die fingerschippende Begleitung stimmte der Chor in das stimmungsvolle „Lullaby of Birdland“ ein. Getreu dem Motto „ein Tag, an dem ein Beatles-Song gesungen wird“ brachte der Chor gleich zwei Lieder dieser genialen Band zu Gehör: „Blackbird“ und „Here comes the sun“. Mit diesem Frühlingswunsch endete der bunte musikalische Strauß eines Konzertes, das vom Publikum mit begeisterndem Applaus bedacht wurde, wofür sich der Chor schließlich noch mit einer Zugabe bedankte.
Rainer Seubold
Fotos: Anastasia Maximtschuk (11a)



